Weiterbildung Systemische Supervision und Coaching (DGSv)

Methodenintegrativ- Formatübergreifend – Embodimentorientiert

Starttermin: 14. Juni 2019

Selbstverständnis und Lernziele der Weiterbildung

Die berufsbezogenen Beratungsformate Supervision, Organisationsberatung, Coaching und Konfliktmanagement haben sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt und verbreitet. Ihr Nutzen zur Verbesserung und Wiederherstellung von Handlungsfähigkeit Einzelner, Gruppen bzw. Teams und Organisationen ist vielfältig nachgewiesen.

Die Entwicklung der Arbeitswelt, mit ihren immer komplexeren Arbeitsbedingungen findet eine Entsprechung in den Beratungsanfragen und Aufträgen. So kommt der ausschließliche Einsatz eines Formats nur noch selten vor. Der Wechsel in den Formaten, die Mehrfachqualifikation der Berater/innen und damit die Notwendigkeiten zur Kombination von Formaten, sowie die Kooperation von Beratern unterschiedlicher Professionen werden zunehmend Alltag bei der Bewältigung komplexer Beratungsaufträge.

Den Kern der Weiterbildung bildet eine fundierte, am aktuellen Diskurs orientierte, methodenübergreifende Ausbildung zum/ zur Supervisior/in und Coach mit den Programmen Fallsupervision, Teamsupervision, Organisationssupervision, Einzelsupervision und Coaching und Ausbildungssupervision. Neben dieser soliden Qualifizierung für die Supervisionstätigkeit durchzieht die Weiterbildung ein zweiter roter Faden: das Konzept der Beratung über Beratung. Mit dem von step entwickelte Diagnosemodell Niveaus der Handlungsfähigkeit lassen sich Anliegen und Themen der Kunden den Beratungsformaten Supervision, Coaching, Organisationsberatung und Konfliktmanagement zuordnen.

Ein dritter Schwerpunkt der Weiterbildung beschäftigt sich mit dem praktischen Embodiment. Wir gehen der Frage nach, wie der Körper, das Körpererleben, sowohl der Kunden, als auch der Berater/innen in die Supervision angemessen einbezogen werden sollte. Neurobiologische Erkenntnisse, embodimentfokussierte Konzepte, bewegungspädagogische und körperorientierte Verfahren werden mit bewährten Supervisionsmethoden zu einer ganzheitlichen Beratungsarbeit verknüpft. Wir versuchen, soweit es uns schon möglich ist, in der Seminar- und Lerngestaltung und der Übertragung in die Beratungsarbeit, die körperliche Dimension sowohl für die Diagnose, die Indikation, die Intervention und Methodenauswahl und als Zugang und Ressource zu Lösungen einen angemessenen Platz zu geben. Auf Basis der Systemtheorie als Leittheorie, einem systemischen Verständnis und Haltung, arbeiten wir methodenintegrativ.

Die Teilnehmer/innen schließen die Weiterbildung mit einem step– Zertifikat Systemische/r Supervisor/in und Coach ab und können damit Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V. werden und den Titel Supervisor/in und Coach (DGSv) führen.

Hier geht es zum Konzept: Konzept Supervision DGSv

Verkürzung der Weiterbildung

Die Weiterbildung kann bis zu 163 Zeitstunden reduziert werden, wenn in anderen Qualifikationen erworbene Kompetenzen, die im Bezug zum Gesamtkonzept und zum Grundverständnis von Supervision stehen, nachgewiesen werden können. Das betrifft methodische Qualifikationen und Abschlüsse als Psychotherapeut/in, Mediator/in, Coach und/ oder Organisationsberater/in.

Eingangsvoraussetzungen

  • Hoch- oder Fachhochschulabschluss (Ausnahmen sind möglich)
  • Berufserfahrung: Mindestens 3 Jahre
  • Eigene Supervisionserfahrung als Teilnehmer/in: Mindestens 30 Sitzungen oder andere arbeitsfeldbezogene Beratung in verschiedenen Settings (Mind. teilweise bei DGSv- anerkannten Supervisoren)
  • Vorqualifikation: Teilnahme an längerfristigen Weiterbildungen mit mind. 300 Unterrichtstunden (225 Zeitstunden) zum Erwerb personaler, methodischer und anderer beratungsrelevanten Kompetenzen
  • Eine schriftliche Beschreibung der Motivation zu dieser Weiterbildung und ein Bewerbungsbogen.

Ausbildungsleitung

Carla van Kaldenkerken

Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin und Coach (DGSv), Organisationsberaterin, Mediatorin/ Ausbilderin für Mediation (BM ©),

Roland Kunkel          

Dipl. Volkswirt, Supervisor und Coach (DGSv), Organisationsberater, Mediator und Ausbilder für Mediation (BM ©)

Assistent

Andreas Lange, Ahlfeld

Dipl. Sozialpädagoge, Mediator und Ausbilder für Mediation (BM ©), Coach,  Supervisor (DGSv *)

Dozentinnen und Dozenten

Dr. Marianne Engelhardt- Schagen, Berlin

Betriebsärztin der Universität der Künste, Berlin, Supervisorin (DGSv), Mediatorin, Organisationsberaterin

 Johannes van Kaldenkerken, Berlin

Wirtschaftskommunikation (BA), Grafik-Designer

Prof. Dr. Heiko Kleve, Potsdam

Professor für Soziale Arbeit FH Potsdam, Systemischer Berater (DGSF), Supervisor (DGSv),

Dr. Margret Klinkhammer, München

Mediatorin, Coach, Organisationsberaterin, Supervisorin (DGSv)

Verena Lütge, Berlin

Dipl. Psychologin, Supervisorin (DGSv) (BDP), Psychodramatherapeutin, Senior Coach(BDP)

Prof. Dr. phil. habil. Kornelia Rappe- Giesecke, Hannover

Karriereberatung, Coaching/Supervision (DGSv), Organisationsberatung und Beratungswissenschaft

Prof. Dr. Erhard Tietel, Bremen

Professor am Zentrum für Arbeit und Politik, Bremen, Supervisor (DGSv)

Termine

Alle A- Module sind für alle verpflichtend. Die B- Module sind für TeilnehmerInnen der Regelausbildung ebenfalls verpflichtend. Für die TeilnehmerInnen der verkürzten Form sind die B- Module im ersten Teil der Weiterbildung freiwillig, es sei denn, der Inhalt konnte mit Vorqualifizieren nicht kompensiert werden. Die B- Module im 2. Teil der Weiterbildung können nach Abschluss der verkürzten Form bei Interesse noch belegt werden.

Ausführliche Informationen zu den Modulen, Inhalten, Terminen und Dozenten.